Dumstorf

Indymedia berichtet:

Camp Dumstorf verboten
Erklärung der Vorbereitungsgruppe Camp Dumstorf am 21. November 2011:
„Am Montag, 21.11. hat der Landkreis Lüneburg unter Berufung auf § 8 Abs. 2 NVersG das Anti-Castorcamp Dumstorf verboten. Die Verbotsbegründung beruht in erster Linie auf Empfehlungen der Kampagne „Castor? Schottern!“ in schiennahen Camps zu übernachten.

Solche Empfehlungen reichen der Versammlungsbehörde offensichtlich, um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit auszuhebeln.
Wie bereits in unserer Erklärung am Freitag geschrieben, ist das Anti-Castorcamp Dumstorf offen für alle Menschen, die an den Protesten gegen den Castortransport nach Gorleben teilnehmen wollen.
Es kann nicht Aufgabe der Camps sein, den AktivistInnen vorzuschreiben, an welchen Aktionen sie nicht teilzunehmen haben.

Unser Anwalt hat bereits Klage gegen die Verfügung eingereicht und auch aufschiebene Wirkung beantragt.“

Mehr Infos und Kontakt: http://www.castor-camps.net/l/dumstorf, camp-dumstorf@nadir.org, Tel.Nr.: 0175 – 8511169

Also:
wie auch schon bei anderen Camps in den Jahren zuvor lassen die Behörden es sich nicht nehmen zu stressen und schlechte Stimmung verbreiten zu wollen. Doch unsere Solidarität ist größer als ihre Repression. Abgerechnet wird immer noch am Ende!

Mobivideos

fast zu guter letzt dann doch noch Mutmacher:

und dann noch eins:

Ja wann fährt er denn?

die letzten aktuellen Meldungen sehen so aus:
„Castortransport startet bereits am Mittwoch um 14:36 Uhr in Frankreich! Abfahrtstermin um 24 Stunden vorgezogen“
„Castor-Transport soll bereits Mittwoch starten-Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages kritisiert Niedersachsen“
„Castor fährt bereits am Mittwoch los!“

Trotz aller Spekulationen, oder gerade wegen diese unsicheren, vagen Andeutungen – und eigentlich auch, ganz egal, wann er fährt, denn wir werden da sein – wird auch in einer PM vom 20.11.2011 der BI Lüchow-Dannenberg mitgeteilt:

Veranstalter halten an Großdemo am 26.11. in Dannenberg fest
Früherer Castor-Abfahrtstermin in Frankreich – Viele unterschiedliche Transportabläufe denkbar – „Wir lassen uns nicht verrückt machen.“

Der Trägerkreis „Gorleben soll leben“ hält trotz Informationen, der Castor-Transport könne bereits am Mittwoch in Frankreich starten, daran fest, die geplante Großdemonstration am Samstag, den 26. November um 12.30 Uhr in Dannenberg zu veranstalten.
„Beim jetzt wahrscheinlichen Abfahrts-Zeitpunkt am Mittwoch sind die unterschiedlichsten Szenarien denkbar“, so Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. „Der Transport könnte theoretisch, käme er reibungslos durch, schon vor der Demonstration ankommen. Es spricht aber auch einiges dafür, dass es unterwegs längere Pausen gibt und der Zug erst nach der Demonstration nach Dannenberg rollt. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet.“
Jochen Stay , Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Wir lassen uns nicht verrückt machen. Die Demonstration am kommenden Samstag wird so oder so ein deutliches Zeichen an die Bundesregierung, dass der Weiterbau im Salzstock Gorleben auf breite gesellschaftliche Ablehnung stößt. Wir rufen alle Atomkraftgegner dazu auf, sich so früh wie möglich, aber spätestens zu einer kraftvollen Kundgebung am Samstag auf den Weg ins Wendland zu machen.“

Termin

Die Allgemeinverfügung der Polizei Lüneburg hat den Termin für dieses
Jahr noch einmal bestätigt:
Ab Samstag, den 26. November, 0 Uhr, darf im Wendland bis zu zehn Tage lang nicht mehr demonstriert werden.
Damit ist klar: Aus Sicht der Polizei soll der erste Advent den Atommüll ins Wendland bringen – begleitet von 19.000 Polizist_innen.

Packliste

ganz wichtig ein Ausweisdokument (Personalausweis oder Pass)

Campingsachen für jede_r:
* Schlafsack (wird sehr kalt um 0° also schaut euch nochmal die Komforttemperatur an)
* Zelt (auch wenn es Schlafplätze gibt lieber eins mehr als zu wenig)
* Isomatte
* Besteck
* Teller
* ein bisschen Essen (es gibt Volxküchen gegen Spende, aber sicher ist sicher)

Für die Aktionen:
* Wetterfeste Kleidung:(möglichst viele Schichten und was zum Wechsel)
* am besten Wanderschuhe/Trekkingschuhe (der Boden ist nass oder es liegt schon Schnee)
* Paar 2. Schuhe fürs Camp
* warme Regenjacke oder Regencape
* Mütze/Schal/Handschuhe
* Gamaschen oder Stutzen
* seit auf verschiedene Wetterlagen eingestellt wie Regen,Schnee und nassen Wald
* Rettungsdecke (dünn und wärmt gut in der Blockade oder nachts im Zelt)
* Traubenzucker oder anderen zuckerhaltige Speisen
* Kompass
* Kartenmaterial (gibts hier auf der Seite! -> ausdrucken!)
* Taschenlampe (auch rotes Licht, da weißes Nachtblind macht)
* Wasser zum Trinken
* Schutzkleidung (Knieschützer, Schulterpolster, Elbogenschützer)
* WAP-fähiges Handy mit unregistrierter SIM wenn möglich
* Cola (ein in Cola getauchtes Tuch hilft ein bisschen gegen CS-Gas)
* Schutzbrille gegen Pfefferspray (Taucherbrille oder selbst gebastelte aus einer Polyluxfolie)

als Bezugsgruppe:
* Erste-Hilfe-Set+Flasche mit Augenspüllösung
* Folien, Luftballons, Schwimmringe, Alles was aufblasbar ist und euch vor Schlägen schützt
* Tape,Gaffa-Tape (hilft immer)
* Radio um Radio Wendland zu hören
* GPS-Gerät (wer damit Erfahrung hat)
* Fahrräder (ja ist utopisch, aber wenn es klappt immer gut für eine hohe Mobilität)

Nicht mitnehmen:
Drogen, Alkohol, Kalender, Notizbücher, Adressbücher (gilt auch für Handys)