Castor? – Schottern!

Wir werden im Herbst 2011 wieder mit Tausenden Aktivist_innen als Aktion „Castor? Schottern!“ an die Schiene der Castor-Transportstrecke im Wendland ziehen mit dem Ziel, die Schiene durch das Entfernen des Schotters unbefahrbar zu machen.
Wir werden das, wie im vergangenen Jahr, massenhaft und angekündigt tun. Polizeikräfte werden versuchen, uns von unserem Vorhaben abzubringen, aber wir fokussieren uns nicht auf sie, denn unser Ziel ist die Schiene. Wo möglich werden wir Polizeiketten durch- oder umfließen, wo nötig werden wir uns hindurchdrücken.
Wir bauen auf dem Aktionsbild des letzten Jahres auf – aber wir wollen einiges ändern: Das Konfrontationsniveau mit der Polizei an der Schiene wollen wir, wenn möglich, reduzieren und auf keinen Fall steigern. Wir werden die Aktion mehr in Raum und Zeit auffächern – wir wollen flexibler werden und stärker die Lücken in den Polizeiketten finden. Trotz allem werden wir ein Zusammentreffen mit der Polizei nicht vermeiden können, aber von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir werden durch körperschützende Materialien unser Recht auf körperliche Unversehrtheit in Anspruch nehmen. Bereitet Euch gut auf die Aktion vor. Nehmt euch ein paar Tage länger Zeit, bildet Bezugsgruppen und nehmt an Aktionstrainings teil.
Video zur Aktion

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Widersetzen

Die Wendländische Aktionsgruppe „WiderSetzen“ kündigt für den kommenden Castortransport in das oberirdische Zwischenlager Gorleben, Protestaktionen an.
Gipfeln werden die Proteste in einer großen, bunten Sitzblockade auf den Gleisen der Castortransportstrecke.
Unser Anlaufpunkt wird das Camp Hitzacker sein. Hier werden wir uns vermutlich am Freitag, den 25. November um 19.00 Uhr, das erste Mal treffen. Im Camp Hitzacker wird es trockene Schlafplätze geben, Leute können sich dort aufwärmen und stärken. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist, an einer Sitzblockade teilzunehmen, werden erfahrene Trainer mit uns unter anderem auch deeskalierende Verhaltensweisen einüben.
Wenn wir uns am Atommülltransporttag auf den Weg zu unserer Sitzblockade machen, werden wir bewusst Verbote der Polizei übertreten. Dieser zivile Ungehorsam macht deutlich, wie wichtig uns der Protest gegen die Castortransporte und die Atomkraft insgesamt ist.
Wir werden bei unseren Aktionen sehr umsichtig vorgehen. Durch uns wird niemand gefährdet werden, weder die Sitzblockierer/innen noch Beamte der Polizei. Dem entsprechend erwarten wir von der Polizei, dass sie unseren legitimen Protest, respektvoll und angemessen begegnet. Wir appellieren daher an die Polizeieinsatzleitung den routinemäßigen Einsatz von Reizgas, wie es im vergangenen Jahr geschehen ist, zu unterbinden.
Unser Protest richtet sich gegen den Atomausstieg-Light: 8 AKW bleiben abgeschaltet. Das letzte der noch 9 laufenden AKWs erst im Jahre 2022. Ein ambitionierter Atomausstieg sieht anders aus.
Die Bundesregierung gaukelt der Bevölkerung vor das Atomproblem in Deutschland gelöst zu haben. Doch es wird weiterhin tonnenweise Atommüll produziert, ohne ein geeignetes Endlager auch nur in Aussicht zu haben. Es gibt eine Fülle von Gründen, warum der Salzstock in Gorleben für ein Endlager ungeeignet ist.
Ein weiterer Punkt:
Das Zwischenlager Gorleben ist erst zu 25 Prozent befüllt und schon jetzt ist absehbar, dass am Ende des Jahres die zulässigen Strahlengrenzwerte tangiert werden.
Ob dieser aktuelle Castortransport nach Gorleben, im Bezug auf die höchst umstrittenen Strahlengrenzwerte am Zwischenlager Gorleben, legal sein wird, werden die Gerichte erst im Nachhinein klären.
Video zur Aktion

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Wir werden diesem hochradioaktiven Castor-Transport aus La Hague mit einer großen gewaltfreien Sitzblockade den Weg versperren. Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen.
Unsere Sitzblockade ist ein Akt des Zivilen Ungehorsams. Gesetze und Vorschriften, die nur den reibungslosen Ablauf des Castor- Transports schützen, werden wir nicht beachten. Wir werden die Straße nicht freiwillig verlassen, weil wir in Anbetracht des atomaren Restrisikos und der ungelösten Entsorgungsfrage unsere Aktion als legitim und notwendig erachten.
Bei polizeilichen Räumungen werden wir besonnen und ohne Gewalt handeln. Durch mögliche Demonstrationsverbote und juristische Verfolgung lassen wir uns nicht abschrecken.
Wir streiten für das Leben und eine lebenswerte Zukunft. Daran orientiert sich auch unser Handeln. Wir werden keine Menschen verletzen. Unser Anliegen ist es, allen Menschen mit Aufrichtigkeit, Respekt und Gesprächsbereitschaft zu begegnen.
Die PolizistInnen sind nicht unsere GegnerInnen. Deshalb versuchen wir in unserem Verhalten zum Ausdruck zu bringen, dass wir die einzelnen PolizistInnen als Menschen achten, auch wenn wir ihr Handeln oder ihre Rolle kritisieren. Wir werden polizeilichen Maßnahmen ausschließlich gewaltfrei begegne.
In unserer Zusammenarbeit versuchen wir, hierarchiefreie Strukturen zur Anwendung zu bringen. D.h. wir werden nicht nach dem Mehrheitsprinzip, sondern nach dem Konsensprinzip entscheiden‘und uns untereinander so weit wie möglich absprechen. Wir werden uns bemühen, die Situation während unserer Aktion überschaubar zu gestalten, damit alle Beteiligten gute Bedingungen für ein selbstbestimmtes Handeln haben.
Wir werden uns gewaltfrei und entschlossen dem Castor-Transport in den Weg setzen.
Video zur Aktion

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Atomkraft Wegbassen

Der Sommer ist definitiv vorbei und auch der Herbst geht seinem Ende entgegen. Es wird zusehends kälter und dunkler, jeden Tag. Politik und AKW-Betreiber lassen sich da nicht lumpen und haben einen strahlenden 1. Advent im Angebot: den letzten Castortransport von der sogenannten Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague ins Zwischenlagenlager in Gorleben.
Auch dieses Jahr ist das Aktionsbündnis Atomkraft Wegbassen wieder im Wendland. Lasst euch nicht einlullen durch den von der Bundesregierung nach dem Super GAU in Fukushima beschlossenen vorläufigen Aus der Laufzeitverlängerung und der Abschaltung einzelner AKWs. Das alles haben wir doch unter Rot-Grün schon mal gehabt.
Genügend Schweinerein sind auch in den letzten Monaten wieder bekannt geworden: Die zu hohe Strahlung im Zwischenlkager Gorleben wurde bagatellisiert, durch immer wieder neue Messungen bis es halt gepasst hat. Brasilien soll mit den geplanten deutschen Ausfallbürgschaften für den Weiterbau eines veralteten Atomkraftwerkes auch endlich weiter mitspielen dürfen. Durch Dokumente und Zeugenaussagen ist mittlerweile zweifelsfrei erwiesen, dass Gorleben – entgegen der Beteureung der Bundesrepublik – aus rein politischen und nicht fachlichen Gründen ausgesucht wurde. Journalisten sollen sich vor der Berichterstattung im Wendland „freiwilig“ von der niedersächsischen Polizei überprüfen und akkreditieren lassen.
Es wird wieder kalt, es wird wieder hart und es wird wieder nass werden. Wir aber wissen, dass wir keiner Regierung und keiner Partei trauen können.
Ab 25.11. wird Atomkraft Wegbassen im Camp Hitzacker zu finden sein. Natürlich werden wir mit großen Musikfahrzeugen, mobilen Soundsystemen und sogar Rucksacksoundsystemen das Wendland mit toller Musik erfreuen.
Video zur Aktion

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Treckerblockaden

Bauernblockaden erschweren Polizeilogistik
dpa: „Aus Protest gegen den Castor-Transport blockieren dutzende Bauern mit ihren Treckern seit Sonntagnachmittag praktisch sämtliche Einfahrtstraßen nach Dannenberg im Wendland. Somit soll verhindert werden, dass die Polizei Einheiten zu Gleisabschnitten verlegt, wo Atom-Gegner versuchen, die Bahnstrecke zu besetzen. Wenn der Castor-Transport noch am Sonntag den Verladebahnhof Dannenberg erreichen soll, müsste die Polizei zuvor die Blockaden auflösen, sonst wäre kaum ein Durchkommen für Verstärkungseinheiten zum Schutz der hoch radioaktiven Fracht möglich.“
Video zur Aktion:

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Rallye Monte Göhrde

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Blockaden mit Mensch und Material

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